1.) Die Geschichte des Kaffees

Aus Äthiopien soll es ursprünglich kommen, das liebste Getränk der Deutschen. Ziegen sollen einst die roten Früchte eines bis dato unbekannten Strauches gefressen haben, wonach sie recht munter und aufgekratzt umhersprangen. Die Hirten bereiteten daraufhin aus den Früchten einen Aufguss. Der schmeckte zwar nicht sonderlich gut, wirkte aber sehr belebend. Dass man die Früchte auch rösten und anschließend mahlen kann, wodurch sich ein köstliches Getränk zubereiten ließ, entdeckte man erst später durch einen Zufall. Aber als das geschah, wollten alle das neue Getränk probieren. Der Kaffee trat seinen Siegeszug um die Welt an.

Kaffee – das war und ist nicht einfach irgendein Getränk. Schon früh verband man mit ihm Muße, Geselligkeit und höchsten Genuss, wovon die frühe Gründung von Kaffeehäusern zeugte. Das erste deutsche Kaffeehaus öffnete übrigens Ende des 17. Jahrhunderts in Bremen.

 

Übrigens:
Wussten Sie, dass Kaffee nicht nur munter macht und eine gute Möglichkeit ist, um sich zu verwöhnen? Kaffee enthält auch das Vitamin Niacin, das eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel spielt und das körpereigene Abwehrsystem stärkt.

 

 

2.) Verschiedene Brühverfahren

Wasser und geröstete, gemahlene Bohnen sind die Zutaten für einen leckeren Kaffee. Doch Kaffee ist nicht gleich Kaffee, denn es gibt verschiedene Arten, ihn aufzubrühen. In Deutschland wird der gemahlene Kaffee häufig in einen Filter gegeben und mit heißem, aber nicht kochendem Wasser aufgegossen. Eine andere Methode ist, den gemahlenen Kaffee direkt in eine Kanne zu geben, heißes Wasser aufzugießen und den Kaffeesatz nach ein paar Minuten nach unten zu drücken. Der Kaffee wird direkt in der Tasse aufgegossen und serviert. Mit dem Trinken wartet man, bis sich der Kaffeesatz auf dem Boden abgesetzt hat. Bei der Herstellung von Espresso arbeitet man mit Druck und Wasser, bei denen das Wasser durch das Pulver gedrückt wird und bestimmte Inhaltsstoffe des Kaffees löst.

 

Übrigens:

Werfen Sie den Kaffeesatz nicht weg. Er lässt sich im Garten hervorragend als Dünger verwenden.

 

 

3.) Wie richtig toller Milchschaum gelingt 

Ein richtig guter Milchschaum darf weder gleich in sich zusammenfallen, noch soll er hart wie Beton sein. Es empfiehlt sich, Milch mit einem hohen Fettanteil, von mindestens 3.5%, zu benutzen. Dabei kann Kuhmilch benutzt werden, aber auch Sojamilch. Die Milch kann unter anderem mit einer Dampfdüse, mit der viele Kaffeemaschinen ausgerüstet sind, aufgeschäumt werden. Die kalte Milch wird durch Dampf langsam erwärmt, sollte aber nicht zu warm werden, auf keinen Fall über 60 Grad. Dann nämlich gerinnt das in der Milch enthaltene Eiweiß und wird zu fest. Leckerer Milchschaum lässt sich aber auch mit speziellen Milchaufschäumern herstellen – oder per Hand mit einem Schneebesen.

 

 

4.) Kaffeerezepte

Kaffee ist nicht gleich Kaffee, auch wenn die Puristen unter den Kaffeetrinkern nichts an ihre geröstete und gemahlene Kaffeebohne lassen außer heißes Wasser. Wer auch nur ein wenig experimentierfreudiger ist, kann schon mit einfachen Zutaten erleben, in welchen Variationen sich Kaffee genießen lässt. Hier ein paar Beispiele:

Nach dem Essen muss es nicht immer ein Espresso sein. Wie wäre es stattdessen mit einem Café après? Dafür löst man eine Tafel Zartbitterschokolade und eine Zimtstange in einem Liter warmer Milch auf. Hinzu kommt eine Vanilleschote, die Schale einer Orange und 100 Gramm Kaffee. Kurz ziehen lassen – und genießen! Oder mal einfach einen Kaffee mit Mandelmilch versüßen.

Während die warmen Kaffeevariationen mehr etwas für die kalte Jahreszeit sind, gibt es auch leckere Kaffeerezepte für den Frühling und den Sommer, etwa Karibischer Kaffee. Dafür benötigen Sie einen Cocktail-Shaker. In den füllen Sie zwei Tassen Espresso, ein wenig Kakaopulver, drei Esslöffel Ananassaft und eine Kugel Vanilleeis. Jetzt gut durchschütteln und in gekühlten Cocktailgläsern, obenauf verziert mit einer Kaffeebohne, servieren.

 

 

5.) Kaffeetrends

Alt und neu – es gibt kaum etwas, das die Tradition so sehr mit Innovativem verbindet wie Kaffee. Das betrifft zum einen die Herstellung des Getränks. Wetteiferten die Hersteller in den vergangenen Jahren damit, die größte, die schnellste oder die schönste Kaffeemaschine herzustellen, gehen Kaffeekenner wieder dazu über, ihr Kaffeepulver eigenhändig mit heißem Wasser aufzugießen. Diese Art des Zubereitens ist vom Genuss des Getränks nicht zu trennen, ist vielmehr ein wichtiger Bestandteil.

Was Kaffeegenießern zunehmend wichtig wird, ist die Frage, welchen Weg ihr Kaffee genommen hat. Wo wurden die Bohnen angepflanzt? Wie viel Sonneneinstrahlung genossen die Bohnen während des Reifeprozesses? In welchem Boden wuchs die Kaffeepflanze? Wie wurde geerntet? Auf welchen Wegen gelangten die Bohnen nach Deutschland? Je mehr Fragen beantwortetwerden, desto mehr steigt der Genuss beim Verzehr.

Im Trend liegen kleine Röstereien, die nicht wie die großen tonnenweise Kaffeebohnen im Eilverfahren rösten. Klein aber fein, lautet hier die Erfolgsdevise, die mehr und mehr überzeugt – und für die der Kaffeekenner auch gerne ein paar Euro mehr ausgibt.